Januar 6, 2021

Prana, die Lebensenergie

Die Verbindung zu Prana, deiner Lebensenergie, ist einfach zu erleben. Es reicht, die Schwerkraft wahrzunehmen, den Boden unter deinen Füßen. Er ist immer da. Ihm kannst du vertrauensvoll dein Gewicht überlassen. Mach dir bewusst, wie deine Füße auf dem Boden stehen, oder andere Teile deines Körpers den Boden berühren. Dafür brauchst du nichts verändern. Lass dein Gewicht wirklich zu Boden kommen, noch mehr, nimm dir dafür einige Augenblicke Zeit. Vielleicht stellt sich gleichzeitig eine Empfindung von Leichtigkeit ein, die Wirbelsäule entspannt sich und kann sich längen, die Schlüsselbeine werden leicht, die Schultern dürfen loslassen. Stell dir vor deine Schulterblätter wären Hände und schieben dein Herz ganz sanft nach vorne. Dein Herz wird leicht und steigt Richtung Himmel. Dein Atem streicht natürlich aus und ein. Er verbindet die Sicherheit der Erdung mit der Freiheit des Himmels. Atme ein, lass deinen Atem absinken, bis das Zwerchfell sich sacht nach unten wölbt, vielleicht nimmst du eine kleine Atempause wahr, bevor die Luft wieder aus dir hinausströmt und deine Wärme an die Umgebung, an den ganzen Kosmos abgibt. Auch nach der Ausatmung ist eine Pause zu spüren, eine tiefe Stille, in der du ganz mit dir selbst verbunden bist, mit jenem innersten Selbst, das gedanklich nicht zu erfassen ist, das du aber jederzeit fühlen kannst, wenn du in die Stille gehst. Hier ist Prana, deine Lebensenergie, die ununterbrochen in dir schwingt.

Dezember 29, 2020

Ein kleines Glück

Yogis empfehlen am Abend in fließendem Wasser zu baden, um sich äußerlich und innerlich zu reinigen und um Spannungen und Blockaden aufzulösen.

Die Möglichkeit, in das Strömen eines Flusses einzutauchen, haben zurzeit wahrscheinlich nur die wenigsten von uns. Aber wir können das Fließen des Wassers unter der warmen Dusche erleben. Indem wir uns ganz der Empfindung dieses warmen Strömens hingeben, lassen wir das Wasser nicht nur unsere äußere Hülle, die Haut, berühren, sondern die Wirkung des fließenden Wassers auch unser tiefstes innerstes Selbst erfassen. So wird die Dusche zur Kraftquelle, zur yogischen Übung. Sie wirkt beruhigend und ausgleichend. Es entsteht Raum für den Abend, für die Stille.

Dezember 15, 2020

Wechseln Eure Stimmungen auch ständig?

In diesen Tagen, da wir alle durch die uns auferlegten Beschränkungen auf uns selbst zurückgeworfen sind, beschäftigen mich die Gunas. Die Yogis unterscheiden zwischen 3 Gemütszuständen, den Gunas.

Der 1. ist tamas, schwer oder müde. Wir brauchen ihn, um am Abend zur Ruhe zu kommen. Haben wir zu viel davon, werden wir träge und dumpf.

Der 2. ist raja, aktiv und rasch. Er ist notwendig, um zu agieren. Haben wir zu viel davon, werden wir rastlos und getrieben.

Der 3. ist sattva, hell, klar, ausgeglichen. In diesem Zustand sind wir ganz bei uns und fühlen uns leicht, heiter und gelassen.

Die 3 Gunas wechseln ununterbrochen, wie das Licht in der Bio-Sauna. Sie beeinflussen unsere Gedanken.

In dem Wissen um die wechselnden Gunas können wir vielleicht entspannter auf unsere Stimmungen reagieren und unseren Gedanken weniger Bedeutung beimessen.

Mit den Worten eines meiner Yogalehrer: „Mach Dir keine Sorgen, Du hast alles, was Du brauchst. Atme ein und aus durch Deine Nase.“

Ich wünsche Euch frohe Feiertage! Herzliches Namaste!

Yoga am Sonntag gibt’s zur Zeit online und ab 7. März wieder in Präsenz.